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Rshew im Zweiten Weltkrieg

Die russische Stadt Rshew war im Zweiten Weltkrieg Schauplatz einer 15-monatigen Schlacht, die nach neuerer Forschungsmeinung mit der um Stalingrad vergleichbar ist. Der günstigen geographischen Verkehrslage verdankt die Stadt ihre große strategische Bedeutung im 2. Weltkrieg. Nach dem Rückzug der deutschen Truppen vor Moskau Ende 1941 versuchte die sowjetische Militärführung, die ostwärts und nördlich von Rshew aufgebaute deutsche Abwehr mit ihren Armeen zu durchbrechen und die in dem nach Osten vorspringenden Frontbogen kämpfenden deutschen Divisionen der 9. Armee von ihren rückwärtigen Verbindungen abzuschneiden und zu vernichten. Durch Rshews Nähe zu Moskau wurde die Wehrmacht als Bedrohung der russischen Hauptstadt empfunden. Dadurch wurden Truppen der russischen Armee in der Wolgaregion gebunden, die andernfalls in Stalingrad hätten eingesetzt werden können.

15 Monate währte der Kampf um diesen „Eckpfeiler der Ostfront“, wie die umkämpfte Region in Geschichtsbüchern bezeichnet wird. Drei Großoffensiven führte die Rote Armee gegen die personell und materiell unterlegenen Verbände der Wehrmacht, die sich trotz vieler kritischer Situationen behaupten konnten. Unvorstellbare Opfer forderten diese Kämpfe auf beiden Seiten: Nach neuesten russischen Veröffentlichungen sind in der Schlacht um den Brückenkopf Rshew–Wjasma mehr als 500.000 sowjetische Soldaten gefallen, die Zahl der Verwundeten ist zweimal so hoch. Die Verluste auf deutscher Seite werden mit mindestens 80.000 Gefallenen und dem Zweieinhalb- bis Dreifachen an Verwundeten angegeben. Sie liegen aber vermutlich höher.

Die Zivilbevölkerung von Rshew – vor dem Krieg 58.000 Einwohner – hat durch diese Kämpfe unvorstellbar gelitten. Die Menschen waren dem Hunger und dem gnadenlosen Bombardement nicht nur der deutschen Besatzer, sondern auch der eigenen Artillerie und Flugzeuge ausgesetzt. Stalin hatte Anfang Januar 1942 befohlen, die Stadt – ohne Rücksicht auf ihre Zerstörung – bis zum 12. Januar zurückzuerobern. Als die deutschen Truppen Rshew am 3. März 1943 räumten, waren von 5.443 Häusern nur noch 300 bewohnbar. Mehr als 30 Kirchen der altehrwürdigen Stadt sind starken Bränden zum Opfer gefallen. Nach russischen Angaben sind 9.000 Bewohner verhungert, durch die Bombardierung getötet oder an Epidemien gestorben. Auch nach der Evakuierung durch die Deutschen in weißrussische Lager sind viele Menschen zugrunde gegangen.

Im Jahr 2007 erhielt die Stadt nach einem Erlass des russischen Präsidenten Wladimir Putin den Ehrentitel „Stadt der soldatischen Ehre“.

Lesen Sie mehr: Bücher über Rshew und seine Geschichte

Das Buch "Die Schlacht von Rshew" von Oleg Kondratjew können Sie gerne zum Preis von 15,00 € beim Droste-Haus bestellen.
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Das Buch über die Geschichte und Arbeit des Kuratoriums Rshew von Norbert Ellermann können Sie zum Preis von 22,00 € (Hardcover - Softcover kostet 15,00 €) beim Droste-Haus bestellen.
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